Zurück auf die Startseite  Einen Newsletter abonnieren.  Diese Seite ausdrucken.   Kontakt aufnehmen.  Schrift verkleinern Schrift vergrößern

Verträge sind geschlossen: Neue Kliniken in Sicht


24.02.2011 11:40

Hochtaunuskreis. Die Verträge zwischen der Hochtaunus-Kliniken gGmbH und Yolande Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG sind geschlossen, die Bürgschaftssumme festgelegt und der Fördermittelbescheid des Landes Hessen für den Neubau der Hochtaunus-Kliniken an den Standorten in Bad Homburg v. d. Höhe und Usingen endgültig erlassen. „Wir können nun den Start der Neubauvorhaben verkünden. Mit diesem Infrastrukturprojekt bekommt die Gesundheitsversorgung im Hochtaunuskreis einen großen Schub. Die Bürgerinnen und Bürger werden in Zukunft in modernen Krankenhäusern durch renommierte Chefärzte und deren Teams versorgt. Die Hochtaunus-Kliniken sind so für die Zukunft gerüstet“, freut sich Landrat Ulrich Krebs und dankte dem Land Hessen für die finanzielle Unterstützung.

Die Erschließungsmaßnahmen starten bereits im März. Im Sommer 2011 ist der erste Spatenstich geplant, die Fertigstellung des Rohbaus für Mitte 2012. Am 18. September 2013 ist der vertragliche Übergabezeitpunkt festgelegt. Der Krankenhausbetrieb wird dann um den Jahreswechsel 2013/2014 aufgenommen. „Mit dem gestrigen Vertragsschluss haben wir eine mehr als dreijährige Vorbereitungszeit erfolgreich und ohne einen einzigen Tag Verzug abgeschlossen. Wir freuen uns darauf, in der Partnerschaft mit Yolande moderne, baulich optimierte und leistungsfähige Krankenhausneubauten in Bad Homburg und Usingen zu errichten“, so Dr. Julia Hefty, Geschäftsführerin der Hochtaunus-Kliniken.

Die Neubauten werden im PPP-Verfahren, einer Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und einem privaten Partner errichtet. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hatte ergeben, dass die PPP-Bauweise günstiger ist als die Kliniken in konventioneller Art zu errichten.

Hierfür hat der Aufsichtsrat am 4. Februar die Projektgesellschaft Yolande als privaten Partner ausgewählt und beauftragt.

 

Um das Projekt umsetzen zu können, gewährt der Hochtaunuskreis den finanzierenden Banken eine Ausfallbürgschaft. In der Sitzung am 7. Februar hatten die Mitglieder des Kreistages die Höhe der Bürgschaft für den eigentlichen Krankenhausbereich auf maximal 193,5 Millionen Euro für 30 Jahre festgelegt. Für das ebenfalls vorgesehene ambulante Zentrum, die Privatklinik und Teile des Medizinischen Versorgungszentrums wurde einer Ausfallbürgschaft in Höhe von insgesamt maximal 18 Millionen Euro für zehn Jahre zugestimmt. Die Bürgschaftshöhe liegt nach Vertragsabschluss nun bei rund 178,9 Millionen Euro bzw. 17,4 Millionen Euro.

Die Höhe der Bürgschaft ergibt sich aus den Baukosten (abzüglich der 70 Millionen Euro Fördermittel) und deren Finanzierung.

 

Die Hochtaunus-Kliniken bauen am Standort Usingen ein Krankenhaus mit 100 Betten und am Standort Bad Homburg ein Akutkrankenhaus mit Privatklinik mit insgesamt 473 Betten sowie ein ambulantes Zentrum. Die Baukosten liegen bei 196,1 Millionen Euro. Es handelt sich dabei um das bundesweit erste Projekt zur Errichtung von Komplettneubauten eines Krankenhauses im PPP-Modell. Der vergebene Auftrag enthält die Planung, Errichtung und Finanzierung der Neubauten sowie den technischen Gebäudebetrieb und Reinigungsleistungen durch den privaten Partner. Der medizinische Betrieb bleibt vollständig in der Hand der Hochtaunus-Kliniken gGmbH. „Wir beschreiten gemeinsam mit unserem Partner Yolande Neuland, und beide Seiten sind fest entschlossen, aus dem Pilotprojekt ein Erfolgsmodell zu machen. Bisher ist uns das hervorragend gelungen“, so Hefty.