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Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus geht in die zweite Runde


26.10.2010 10:26

Hochtaunuskreis. Nach dem Erfolg in diesem Jahr, soll es auch 2011 wieder ein Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus geben. "Wir suchen erneut motivierte, musikbegeisterte Jugendliche, die im Hochtaunuskreis wohnen oder hier ihren schulischen oder musikalischen Schwerpunkt haben und die Lust haben, in einem großen Orchester zu spielen. Diesen Jugendlichen möchten wir die Möglichkeit geben, Mitglied im Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus zu werden", so Landrat Ulrich Krebs, Vorstandsvorsitzender der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung - Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis.

 

Die künstlerische Leitung liegt wie in diesem Jahr bei dem Pianisten und Dirigenten Lars Keitel. Die Violinen werden von Dimiter Ivanov (Frankfurter Opern- und Museumsorchester) und Beate Lauer (Akademie für Tonkunst Darmstadt), die Viola von Prof. Jörg Heyer (ehemals hr-Sinfonieorchester und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), die Celli von Jan Ickert (Theater Erfurt), die Holzbläser von Ralph Sabow (hr-Sinfonieorchester), die Kontrabasse von Hedwig Matros-Büsing, die Blechbläser von Thomas Bernstein (alle Frankfurter Opern- und Museumsorchester und Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt) und das Schlagwerk von Andreas Nowak (Neue Frankfurter Philharmonie) betreut.

 

Die Modalitäten der Aufnahme in das Orchester sind ebenfalls gleich geblieben: Jugendliche im Altern zwischen elf und 20 Jahren, die ein Orchesterinstrument gut spielen können, sind eingeladen, sich für ein Vorspiel anzumelden.

Das Vorspiel findet am 19., 20., 26. und 27. Februar statt und dauert rund zehn Minuten. Dabei ist ein schneller und ein langsamer Satz aus zwei unterschiedlichen musikgeschichtlichen Epochen vorzuspielen. "Wer das Vorspiel bestanden hat, ist Mitglied des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus", kündigt Keitel an. Für die Orchesterbesetzung stehen schon jetzt einige Termin fest: im April werden die eingerichteten Stimmen ausgegeben und vom 14. bis 21. Juni läuft die Probenphase im Hofgut Mauloff in Weilrod.

Die Konzerte des Jugend-Sinfonie-Orchesters finden am 21. und 22. Juni statt.

 

Anmeldeformulare werden an die weiterführenden Schulen und Musikschulen im Hochtaunuskreis verteilt und sind außerdem erhältlich beim Hochtaunuskreis, Fachbereich Kultur (Telefonnummer: 06172 999-4610, kultur@hochtaunuskreis.de) oder im Internet unter www.hochtaunuskreis.de, Stichwort Jugend-Sinfonie-Orchester.

Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2011.

 

 

Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung:

 

Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung.

Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen.

Der Hochtaunuskreis hat das Grundkapital von 560.000,- Euro zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.

 

 

Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Seit 1802 verbrachte er den Sommer meist in seinem Kronberger Landhaus, das er "Tauninum" nannte; seit 1803 wohnte er auch in Homburg. 1804 erhielt er den Titel eines hessen-homburgischen Geheimrats. Seit der Aufnahme Hessen-Homburgs in den Deutschen Bund vertrat er die Landgrafschaft in der Bundesversammlung. Gerning ist damit den beiden Territorialherrschaften, an die der Hochtaunuskreis im Wesentlichen anknüpft, gleichermaßen eng verbunden: der Landgrafschaft Hessen-Homburg und dem Herzogtum Nassau, zu dem Kronberg gehörte.

 

Johann Isaak von Gerning kann als einer der Väter des Namens "Taunus" gelten. In seinem Lehrgedicht "Die Heilquellen am Taunus" (1813), das dem Landgrafen von Hessen-Homburg gewidmet ist, unternimmt der Autor eine imaginäre gelehrte Reise durch den Taunus; er trug dadurch wesentlich zur Durchsetzung des Namens "Taunus" statt der hergebrachten "Höhe" bei. Gerning erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste.