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Frauenförderung greift: Anteil der Frauen in der Kreisverwaltung steigt


02.12.2010 13:06

Hochtaunuskreis. Mit dem Frauenförderplan des Hochtaunuskreises 2010 wird die Steigerung des Frauenanteils an den Beschäftigten und ihre besondere Unterstützung erneut festgeschrieben. Von den insgesamt 842 Beschäftigten bilden die Beamtinnen und Angestellten einen Anteil von 60,71 Prozent. „Seit der Einführung des Frauenförderplans im Jahr 1994 und seinen Fortschreibungen haben sich die Zahlen stetig verbessert. Die Statistik zeigt, dass die berufliche Förderung von Frauen in der Kreisverwaltung des Hochtaunuskreises als gemeinsames Ziel ernst genommen wird“, erklärt Landrat Ulrich Krebs. Dem Kreistag liegt der Frauenförderplan in der nächsten Kreistagssitzung zur Abstimmung vor.

 

Verglichen zu der heutigen Quote von 60,71 Prozent lag der Anteil an Frauen im Jahr 2004 noch bei 53,93 Prozent. Auch in den Führungspositionen hat sich für weibliche Beschäftigte einiges getan. So leiten im Vergleich zum Jahr 2004 heute 2,27 Prozent mehr Frauen einen Fachbereich in der Verwaltung (2004: 31,82 Prozent, 2010: 34,09 Prozent). Der Anteil an stellvertretenden Fachbereichsleiterinnen ist seit 2004 um 14,52 Prozent auf heute 46,34 Prozent gestiegen. Der Anteil an weiblichen Beschäftigten hat sich auch bei der Besetzung von Teamleiterstellen im Vergleich zu 2004 mit 80 Prozent auf 84,62 Prozent in 2010 erhöht. „Im Ausbildungsbereich zeichnet sich nach heutigem Stand ebenfalls ab, dass die Frauen auch weiterhin in der Überzahl bleiben“, so Krebs. Von 20 Auszubildenden sind 11 junge Frauen. Das entspricht einer Quote von 55 Prozent.

Einer der Schwerpunkte in der Durchführung des Förderplans ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Wir haben mit der Einrichtung der Betreuungsmöglichkeit für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und drei Jahren den Worten von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Taten folgen lassen. Die Kinderkrippe ´Krabbelkrebse` hier im Landratsamt ist ein erfolgreiches Projekt des Hochtaunuskreises. Dies zeigt die große Nachfrage“, so Landrat Ulrich Krebs. Den Mitarbeiterinnen werde durch die Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder der Wiedereinstieg in den Beruf frühzeitig erleichtert und der Hochtaunuskreis könne somit weiterhin von ihrem Wissen profitieren. Auch bliebe die Berufserfahrung erhalten. „Gerade Alleinerziehende haben mit der Betriebskinderkrippe eine sichere Betreuungsmöglichkeit, die noch dazu direkt vor Ort ist und keines großen Organisationsaufwandes bedarf“, so Krebs zu den Vorteilen. Der Landrat verweist in diesem Zusammenhang auch auf die großzügigen Teilzeitarbeitsmöglichkeiten und die flexible Arbeitszeitregelung in der Kreisverwaltung.

 

Zur Umsetzung des Frauenförderplans zählt auch die geschlechtsneutrale Ausschreibung von Stellen. Frauen werden bei bestehender Unterrepräsentanz zudem in den Stellenausschreibungen immer besonders aufgefordert, sich zu bewerben. Schon lange ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Gleichstellungsbeauftragte an den Vorstellungsgesprächen teilnimmt und an der Auswahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt ist.

 

Zum Angebot für die weiblichen Bediensteten zählt auch ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm. Die Themen reichen von persönlichkeitsbildenden Seminaren, Ernährung und Zeitmanagement, über Konfliktmanagement bis hin zu berufsspezifischen EDV-Schulungen. Das Angebot wurde von 227 Frauen in Anspruch genommen.

Die Mitarbeiterinnen, die sich in Elternzeit befinden oder für die Pflege von Angehörigen freigestellt sind, werden ebenfalls über die Fort- und Weiterbildungsangebote informiert. So können sie trotz der Freistellung daran teilnehmen und für ihren künftigen Wiedereinstieg davon profitieren. Seminare speziell für Frauen werden ausschließlich als Halbtagesveranstaltungen abgehalten, damit auch die Mitarbeiterinnen in Teilzeitbeschäftigung die Möglichkeit haben, diese Seminare zu besuchen und keine weitere Kinderbetreuung benötigen.