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Den Taunus erleben: Neues Informationszentrum eingeweiht


20.05.2011 13:10

Bauherr: Zweckverband Naturpark Hochtaunus

Erster Spatenstich: 10. Mai 2010

Richtfest: 23. November 2010

Einweihung: 20. Mai 2011

Größe: Grundstück 3.180 qm, Gebäude insg. 1.314 qm

Kosten: rund 3 Mio. Euro

 

Oberursel. Der Taunus präsentiert sich von nun an an einem zentralen Ort: Im Taunus-Informationszentrum (TIZ) an der Hohemark in Oberursel. „Die Gäste des Taunus und die Bürgerinnen und Bürger der Region haben nun eine zentrale Anlaufstelle, um Informationen über den Taunus zu erhalten. Zudem zeigt die Ausstellung im Gebäude viel Interessantes über den Naturpark Hochtaunus und das gastronomische Angebot lädt zu einer Rast ein“, so der Vorsitzende des Zweckverbandes Naturpark Hochtaunus, Landrat Ulrich Krebs, anlässlich der Einweihung vor rund 180 geladenen Gästen.

Die Hohemark in Oberursel sei der richtige Standort für das TIZ: „Über 60 Prozent der Besucherinnen und Besucher beginnen hier ihren Ausflug in den Taunus. Es kann also keinen geeigneteren Ort geben“, so Krebs. Das TIZ nimmt seine Arbeit mit dem Tag der offenen Tür am 21. Mai von 11 bis 17 Uhr auf und ist zukünftig an sechs Tagen die Woche geöffnet:

Sommer: Di.- Fr. von 10 bis 16 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr.

Winter: Di.-Fr. von 10 bis 15 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 16 Uhr.

 

Herzstück des Gebäudes sind die zentrale Tourist-Info mit großer Informationstheke im Eingangsbereich sowie die Erlebnis-Ausstellung des Naturparks Hochtaunus im Obergeschoss. Der Bauherr des TIZ, der Naturpark Hochtaunus, hat sich schon zu Beginn des Projektes einen geeigneten Mieter ins Boot geholt - den Taunus Touristik Service e.V.. „Dies ist eine sinnvolle Ergänzung, wenn wir den Taunus in all seinen Facetten vorstellen möchten“, erläutert Krebs. Neben den Geschäftsstellen des Naturparks Hochtaunus und des Taunus Touristik Service e. V. beherbergt das Gebäude einen Gastronomiebereich, einen Seminarraum und die Holzwerkstatt des Naturparks Hochtaunus. Ein Teil der Außenfassade ist als Kletterwand gestaltet und zum Klettern in „Boulder-Höhe“, d.h. drei Meter, für Jedermann frei nutzbar. Das TIZ bietet auch ab dem Hessentag die Möglichkeit, Elektrofahrräder zu leihen und so den Taunus zu erkunden.

 

Die Ausstellung

„Die Ausstellung soll Lust auf den Naturpark Hochtaunus machen und die Neugierde wecken. Sie ist erlebnisreich und spannend. Drei große Themenbereiche prägen die Ausstellung. So können die Besucher in die Rolle des Naturforschers, des Kulturliebhabers oder des Ausflüglers schlüpfen und den Naturpark Hochtaunus aus diesen Blickwinkeln kennenlernen. Die Ausstellung enthält viele interaktive Elemente und ist für Klein und Groß gedacht“, berichtet Krebs.

Auf den Naturforscher warten Stationen, an denen er Tiere ihrem Lebensraum zuordnen muss, sich auf Vogelschau begibt, lernt wie sich die Tiere im Wald orientieren und aus welchen Gesteinsarten der Taunus besteht. Am Ende wird der Naturpark Hochtaunus sogar zu einer Schatzkiste und auf einmal hat er Bewohner, die nicht jedem bekannt sind.

Der Kulturliebhaber lernt anhand des hessischen Dialektes die Ausdehnung des Taunus kennen und erfährt, woran sich die römischen Wurzeln des Gebietes festmachen lassen. An einer weiteren Station der Ausstellung ist der Kulturliebhaber aufgefordert, herauszufinden, welche Begebenheiten sich wirklich im Taunus abgespielt haben und was in das Reich der Märchen gehört.

Der Ausflügler ist zu Beginn zum Konditionstest eingeladen und erfährt so, welche Radstrecke für ihn geeignet ist. Ein Brettspiel bringt Wissenswertes über die Wandermöglichkeiten zu Tage und trainiert den Umgang mit Wanderkarten. Der Ausflügler darf zudem hören, wie der Taunus klingt.

 

 

Gastronomie:

„Waldtraut“ lautet der Name des Freizeitrestaurants, das im Erdgeschoss des TIZ angesiedelt ist. Auf 147 qm sowie weiteren rund 100 qm Terrasse werden regionale Produkte als leichte Küche geboten. Auch Lunchpakete für den Ausflug in den Taunus hält das Restaurantteam bereit. Die Gastronomie ist täglich von 10 bis 23 Uhr geöffnet.

 

Dank an Sponsoren

Landrat Krebs nahm die Einweihung zum Anlass, für die finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Projektes zu danken. Die Hauptlast der Investition trage der Bauherr, der Naturpark Hochtaunus, doch habe der Hochtaunuskreis 200.000 Euro Zuschuss und 90.000 Euro für die Planungskosten aufgebracht. Zudem finanziere der Landkreis eine weitere Personalstelle. Die Stadt Oberursel habe das Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt, ebenfalls 200.000 Euro Zuschuss gewährt und steuere auch eine Personalstelle für die Touristeninformation bei.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung unterstützte den touristischen Aspekt mit 400.000 Euro.

Zur Umsetzung des gesamten Projektes konnte der Naturpark eine Reihe von Unternehmen als Sponsoren gewinnen, so unter anderem die Fraport AG, die Mainova AG, die Süwag AG, die Landesbank Hessen-Thüringen, die Frankfurter Sparkasse, die TaunusSparkasse, die Nassauische Sparkasse, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, den Rhein-Main Deponiepark, die Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH, den Rhein-Main-Verkehrsverbund und den Verkehrsverband Hochtaunus.

„Hier zeigt sich, dass das TIZ als regionales Projekt wahrgenommen wird. Der Taunus ist das Naherholungsgebiet für RheinMain“, freut sich Krebs.

 

Tag der offenen Tür

Mit einem Tag der offenen Tür am morgigen Samstag, 21. Mai, präsentiert sich das TIZ zum ersten Mal allen Interessierten. Von 11 bis 17 Uhr wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. So können die Gäste an Schnupper-Touren mit den Elektrofahrrädern teilnehmen oder sich unter Anleitung im Klettern versuchen, auf den Spuren der Keltern wandern oder den Taunus bei einer Kutschfahrt erkunden.

Speziell für die Kinder gibt es eine Forscherstation, Waldspiele, einen Heupool sowie Schmink- und Bastelstationen. Auch Tiere aus der Landwirtschaft sind zum Greifen nah.

 

Skulptur im Garten

Auf der architektonisch angelegten Freifläche des TIZ ist eine Skulptur des weltbekannten Künstlers David Nash aus England aufgestellt. Die Holzskulptur „Black Column“ stammt aus der vielbeachteten und bekannten Skulpturen-Ausstellung Nashs in Yorkshire (Skulpturen-Park) und fügt sich ideal in das Gesamtkonzept der Architektur von Haus und Freifläche ein. Die Skulptur ist als ein Teil der Blickachsen-Ausstellung in Bad Homburg v.d.H. und der Präsentation des Kulturfonds Frankfurt RheinMain auf dem Hessentag zu sehen.