Der Begriff "Neophyten" umfasst Pflanzenarten, die durch den Menschen in der Neuzeit, also 1492 zu uns gelangt sind. Hierbei ist zu beachten, dass diese Grenze willkürlich festgelegt wurde.
Während Archäophyten, die sogenannten "Alteinwanderer" (vor 1492 zu uns gelangt) zum Teil auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen, werden Neophyten häufig als kritische Arten angesehen.
Neophyten und Archäophyten bilden zusammen die Gruppe der nicht einheimischen Pflanzenartensippen. Ihre Zahl beläuft sich in Deutschland auf 687 Arten. In der Flora von Deutschland werden 3.062 Arten geführt, davon gelten 2.375 als einheimisch. Von den nicht einheimischen Arten sind in naturnaher Vegetation derzeit 277 Arten etabliert, darunter rund 30 Arten die spezifisch bekämpft werden.
Am häufigsten finden sich Neophyten in städtischen Ballungsgebieten (z. B. Berlin, Hamburg, Ruhrgebiet) und entlang der großen Fluss- und Stromtäler (z. B. Elbe, Neckar, Main und Rhein). In den Mittelgebirgen, in den Alpen und in Gebieten mit intensiver Landwirtschaft ist der Anteil an Neophyten dagegen eher gering.
Neophyten sind beispielsweise
● die Herkulestaude
● der Japanische Staudenknöterich
● die Ambrosia
● der Stinktierkohl
● das Indische Springkraut
Sehr ausführliche Informationen bietet die Schweizerische Kommission zur Erhaltung der
Wildpflanzen in
● Beschreibungen der einzelnen Neophyten
Siehe auch
● Nationale Strategie - Hubo, Chr., Jumpertz, E., Krott, M., et al., Grundlagen für die Entwicklung
einer nationalen Strategie gegen invasive gebietsfremde Arten, BfN Skripte
213, Bonn 2007






